Special: "Sinnvolle" Beschilderung
Die hier dargestellten Situationen werden verursacht, weil jemand in der Stadtverwaltung das so entschieden hat. Das ist also kein individuelles Fehlverhalten wie Falschparken, Geisterradeln oder unterlassenes Schneeräumen, sondern einzig und allein das Handeln der Leute im Amt. Daher sind die hier dargestellten Situationen um so brisanter, weil sie in der Regel längerfristiger Schaden stiften und von Leuten verursacht werden, die es eigentlich besser wissen müssten.
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48 Artikel im Jahr 2011 gefunden
31.10.2011 | Reichenhainer Straße (Radfahrstreifen)
31.10.2011 | Reichenhainer Straße (Radfahrstreifen)
28.09.2011 | Hartmannstraße (Radfahrstreifen)
Das Bauwerk ist samt Mittelpfeilern 22 Meter lang und 23 Meter breit. Inklusive der Brücke wurde die Hartmannstraße auf einer Länge von rund 100 Meter ausgebaut. Rund 1.700 Kubikmeter Beton und etwa 250 Tonnen Stahl wurden insgesamt verbaut. Die Fahrbahnbreite beträgt 14 Meter und fasst vier Fahrspuren plus Fuß- und Radwege auf beiden Seiten der Straße zu je 4,50 Metern. Das Bauwerk ist für den erwarteten LKW- und Straßenbahnverkehr ausgelegt.
Clevererweise hat man gleich durch die Bemalung angedeutet, dass das echt nur für kleine Fahrräder geeignet ist.
16.09.2011 | Neefestraße (Radweg)
20.08.2011 | Bahnhofstraße (Radweg)
12.08.2011 | Brückenstraße (Radfahrstreifen)
22.07.2011 | Werner-Seelenbinder-Straße (Radfahrstreifen)
Sicher wäre es verwegen gewesen, die Ampel so zu gestalten, dass Rechtsabbieger Rot bekommen, wenn der geradeaus fahrende Radverkehr grün bekommt. Aber wir wissen ja, um die Sicherheit der Radfahrer ging es in Wirklichkeit nie.
18.07.2011 | Hohndorf (Schutzstreifen)
18.07.2011 | Stollberg (Radweg)
15.07.2011 | Neefestraße
Das ist Kinderkacke - vergleichsweise!
Im Winter ist es noch viel schlimmer. In Chemnitz fallen im Winter praktisch alle Radverkehseinrichtungen der Vergletscherung anheim, denn ein Winterdienst findet dort nicht statt. Die Stadt demonstriert damit, welchen Stellenwert sie dem Radverkehr tatsächlich zumißt: Exakt Null.
Das alleine wäre noch überhaupt nicht schlimm, weil man dann sogar ganz legal die Fahrbahn benutzen darf. Hier aber ist dies durch ein Verkehrszeichen explizit verboten. Wer im Winter in die Clemens-Winkler-Straße muss (mal angenommen, da ist der Arbeitgeber), hat eben einfach Pech, denn auf der einzigen schnee- und eisfreien Zufahrt ist Radfahren verboten.
Als Fahrradfahrer hat man dann die Wahl, entweder auf dem Radverkehrsgletscher buchstäblich Hals- und Beinbruch zu riskieren (das wäre die legale Variante) oder illegalerweise die Neefestraße zu benutzen.
Da mir heile Knochen wichtiger sind als vielleicht ein paar Euro Bußgeld, habe ich bei Schnee und Eis die Neefestraße benutzt. Wäre es nicht eigentlich verboten, wäre das meine Empfehlung.
15.07.2011 | Südring (Radweg)
Auch dieser breite Weg ist an manchen Stellen so unübersichtlich, dass es zu schweren Unfällen kommt. Klar: Wenn Bewuchs in den Weg hineinreicht, fährt man halt nicht weit genug rechts ...
Zitat PD Chemnitz-Erzgebirge: \"Den gemeinsamen Rad-/Gehweg des Südrings aus Richtung Zschopauer Straße in Richtung Reichenhainer Straße befuhr am Dienstag, gegen 17.10 Uhr, ein 39-jähriger Mann mit seinem Mountainbike. In Höhe der Ausfahrt zur Reichenhainer Straße befand er sich in einer unübersichtlichen Rechtskurve auf der Mitte des Weges, wo es zum Zusammenstoß mit einer entgegenkommenden, ebenfalls mittig fahrenden Radfahrerin (37) kam. Danach kam der 39-Jährige nach links ab und stieß noch mit einer hinter der 37-Jährigen fahrenden Mountainbikerin (14) zusammen. Bei diesem Unfall wurden der 39-Jährige und die 14-Jährige schwer verletzt, die 37-jährige Radfahrerin erlitt leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 300 Euro.\"
15.07.2011 | Neefestraße (Radweg)
15.07.2011 | Zwickauer Straße (Radweg)
19.06.2011 | Reichenhainer Straße (Radfahrstreifen)
19.06.2011 | Reichenhainer Straße (Radfahrstreifen)
28.04.2011 | Reichenhainer Straße (Radfahrstreifen)
11.04.2011 | Falkeplatz (Radweg)
Und insbesondere Besitzer von Kinderanhängern wissen es zu schätzen, dass entweder der Anhänger oder der Radfahrer auf der Fahrbahn warten sollen.
10.04.2011 | Reichenhainer Straße (Radweg)
25.03.2011 | Werner-Seelenbinder-Straße (Radfahrstreifen)
07.03.2011 | Zwickauer Straße (Radfahrstreifen)
So - liebe Stadtverwaltung - baut man keine radfreundliche Infrastruktur. Das ist Hühnerkacke. Jeder (etwas zögerliche) Radfahrer, der sich gedacht hat, er fährt jetzt mal die Zwickauer raus, weil die ja neu gemacht ist, wird sich hier an dieser Stelle fragen, ob das eine Kampangne sein soll, auch den letzten Chemnitzer Radfahrer ins Auto zu kriegen. (Also entweder hinters Lenkrad oder in die Motorhaube).
Und bei dieser Radwegführung braucht sich niemand über die Geisterradler auf der Zwickauer Str. wundern. Auf der anderen Straßenseite hat man einen voll ausgebauten Radweg, bei entgegegen kommenden Verkehr kann man auf den annähernd nie genutzten Fußweg ausweichen. Auf jeden Fall sicherer als sich in den Autoverkehr der Zwickauer Straße zu getrauen. Und so holt man sich auch nicht die berechtige Wut der Autofahrer an den Hals, denn gerade in Kreuzungsbereich ist das sicherere Überholen von Radlern mit dem Auto nicht machbar. Man fragt sich wirklich was sich die Stadt Chemniz gedacht hat den Radstreifen wenige Meter vor der Kreuzung zu beenden...
Ob der Fußweg sicherer ist, muss man durchaus hinterfragen. Immerhin sind nicht wenige Radfahrer in Chemnitz als Geisterradler oder Gehwegradler schwer verletzt worden oder gar zu Tode gekommen. (Ich erinnere nur an den 20-jährigen an der Stadthalle.)
Und der Radweg ist nicht wirklich \"voll ausgebaut\". Der ist - wie üblich - in Minimalausführung gebaut. Beim Insdustriemuseum sogar noch mit ständigen Verengungen durch Masten und Werbetafeln.
Und wer soll da eigenltich auf den Gehweg ausweichen? Der korrekt stadteinwärts fahrende Radfahrer - der dann illegal den Gehweg nutzt - oder der Geisterradler? Gilt dann auf Radwegen Linksverkehr?
Dass Autofahrer \"Wut\" haben, wenn mal zufällig einer der seltenen Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs ist, ist ein ganz anderes Thema. Das löst man aber nicht, in dem man Radfahrer noch mehr in minderwertige Verkehrsführungen abschiebt. (Andere sagen da auch \"ins Ghetto stecken\" dazu.)
07.03.2011 | Reichsstraße (Radweg)
07.03.2011 | Reichsstraße (Radweg)
07.03.2011 | Zwickauer Straße (Radweg)
Und wie es der Zufall will, gab es dann auch wirklich an dieser Stelle einen schweren Unfall, bei der eine Frau von einem abbiegenden LKW schwer verletzt wurde. Über den weiteren Verlauf wurde nichts bekannt.
07.03.2011 | Zwickauer Straße (Radweg)
07.03.2011 | Neefestraße
04.03.2011 | Falkeplatz (Radweg)
02.03.2011 (©CD) | Falkeplatz (Radweg)
Jap.Habe ich diese Woche leider selber schon feststellen müssen.
02.03.2011 | Bahnhofstraße (Radweg)
22.02.2011 (©CD) | Falkeplatz (Radweg)
15.02.2011 (©RS) | Brückenstraße (Radweg)
14.02.2011 | Brückenstraße (Radweg)
12.02.2011 | Hohndorf (Schutzstreifen)
12.02.2011 | Zschopauer Straße (Radweg)
26.01.2011 | Reichenhainer Straße (Radfahrstreifen)
22.01.2011 | Brückenstraße (Radweg)
15.01.2011 | Zwickauer Straße (Freigegebener Gehweg)
15.01.2011 | Stollberger Straße (Radweg)
15.01.2011 | Stollberger Straße (Radfahrstreifen)
15.01.2011 | Stollberger Straße (Radweg)
15.01.2011 | Stollberger Straße (Radweg)
15.01.2011 | Stollberger Straße (Radweg)
15.01.2011 | Straße Usti n. Labem
15.01.2011 | Straße Usti n. Labem (Radweg)
15.01.2011 | Carl-Hamel-Straße (Radweg)
15.01.2011 | Carl-Hamel-Straße (Radweg)
10.01.2011 | Zwickauer Straße (Radweg)
10.01.2011 | Zschopauer Straße (Radweg)
10.01.2011 | Zschopauer Straße (Radweg)
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Was zeigen all diese Bilder:
- Separierte Redverkehrsinfrastruktur (insbesondere Rad-weg-e, Radfahrstreifen und Sch(m)utzstreifen) verhindern sicheres und behinderungsfreies Fahren.
- Die Stadt kann nicht gewährleisten, dass die separierte Infrastruktur hinreichend benutzbar sind.
- Auf separierter Infrastruktur gibt es viele versteckte aber lebensgefährliche Fallen.
Fazit: Benutzungspflicht grundsätzlich aufheben, keine neue Separation anlegen.
Allerdings hat die Stadt Chemnitz genau das Gegenteil vor. Alle Hauptverkehrsstraßen sollen mit Radwegen ausgestattet werden. Besonderen Vorrang habe die Verbindung der Uni-Teile. Begründung der Stadtverwaltung: Besonders Kinder und Rentner fühlen sich auf Radwegen sicher. Dazu stellen sich mir drei Fragen:
- Fahren so viele Kinder und Rentner zwischen den Uni-Teilen hin und her?
- Ist der Stadtverwaltung bewusst, dass Kinder (bis 8) gar nicht auf Radwege dürfen?
- Wurde zur Kenntnis genommen, dass die sächsische Radverkehrskonzeption von 2005 eindeutig die objektive Sicherheit wichtiger wertet als die subjektive (gefühlte) Sicherheit?
Nachdem sich herumgesprochen hat, dass Radwege (auf Gehwegen) keine höhere Sicherheit bringen, will man nun bevorzugt Radfahrstreifen und Sch(m)utzstreifen auf der Fahrbahn abmarkieren.
























































































































































































Da die Autofahrer eine Spurwechsel vollziehen, müssen diese auf nachfolgenden Verkehr achten. Daher hat der Radfahrer Vorrang! Viel Spaß beim durchsetzen. :)