Bauarbeiten geschafft. Ein halbes Jahr hat's gedauert. Da es die ganze Zeit auch ohne Radweg ging, wäre ja mal Zeit gewesen, die Beschilderung grundsätzlich zu hinterfragen. Doch offensichtlich hat man das nicht für nötig gehalten.
Am Ende des (angeblich Zweirichtungs) Radwegs darf man noch immer diagonal über eine Kreuzung.
Und die mutmaßliche Freigabe in die 'falsche' Richtung ist auch nur ein Gerücht, wenn man genau hinschaut.
Bergab hat man aber noch ein weiteres Hindernis mehr zu beachten... wer weiß, was hinter diesem Trafohäußchen lauert? Gegenverkehr, Fußgänger, Müll, Baufahrzeuge, Falschparker. Und ja, das bleibt so. Dauerhaft. Man stelle sich vor, mitten auf der Straße ein Haus, die Autos müssen ringsrum fahren. Das kannte man nur aus China und man hat drüber gelacht. Das hier ist Chemnitz.
Aber lösen wir doch auf: Müll.
Und Falschparker. Dieses mal...
Was ist mit Radfahrern ohne 'Anliegen', die bisher 'eben so' durchgefahren sind, weil das zufällig auch Teil einer ausgeschilderten Radroute ist?
Ein Rückblick auf das Jahr 2007. Ein Vergleich mit heute: Es ist noch immer so!
Und auch das Bild sieht man wöchentlich auf dem Radfahrstreifen.
Wenn man weiß, dass da ständig Lieferverkehr ist, wieso wird da nicht ein Teil der Parkplätze zur Lieferzone umgewidmet.
Das Spannende ist nicht das zerfahrene Piktogramm. Es sind die nicht zerfahrenen Eicheln.
Die sucht man auf der Fahrbahn vergebens.
Wie die Zeit vergeht... vor mehr als zwei Jahren wurde dieses Streifchen aufgepinselt. Und jetzt fühlt man sich bemüßigt, die extra eingerichtete Gefahrenstelle halbwegs zu entschärfen. 'Is doch nicht etwa die OB mal lang gefahren?
Theoretisch hat die Post seit ihrer Privatisierung vor 20 Jahren nur noch begrenzte Sonderrechte. Dazu zählen das Fahren durch Fußgängerzonen mit KFZ sowie das Parken in zweiter Reihe auf der Fahrbahn. Doch letzteres nur dann, wenn es darum geht, einen Briefkasten zu leeren. Nicht jedoch, um Pakete in einen Post-Shop zu bringen, wie hier gerade zu sehen.
Is schon praktisch, wenn man so einen Radweg zum Parken hat. Ist man wenigstens keinem im Weg.
Ist halt Gewohnheit, das Auto einfach auf dem Radfahrstreifen abzuwerfen. Das Einparken ist ja auch immer so lästig.
Wieso reißt der seine Klappe so weit auf?
Rein hypothetisch... die Fahrertür geht auf... 'dooring' nennt man das dann auf Neudeutsch. Das bezeichnet den Umstand, dass einem Radfahrer der Kiefer am Rahmen einer Autotüre zertrümmert wird (selbst mit Radhelm, der da nicht im geringsten schützt).
Das bedeutet jetzt was? Gar kein Radweg mehr oder doch nicht mehr gemischt?
Wohl eher die Variante mit 'gar kein'.
Noch gar nicht mal richtig fertig gebaut und schon parken die ersten. Mal schauen, ob das zum Regelfall wird.
Schief ist in?
Extra weil Baustelle ist, mal wieder ein Radweg?
Mal schauen, was wir heute für eine Überraschung vorfinden.
Eine Walze. Auch mal schön.
Vielleicht soll die ja die Eicheln breitwalzen? Eine Kehrmaschine wäre aber sicher geeigneter.
Und ein Falschparker.
Und noch mehr Dreck. Kehrmaschine!
Die Absenkung des Bordsteins ist nicht da, damit man besser parken kann!
So modern ist man. Man nimmt das Auto zum Laub wegfahren.
Wieso einparken, wenn man auch den Radweg nutzen kann...
Das grün-weiße Auto sieht aus wie Polizei, ist aber Zoll. Wird daher nichts tun. Würde wahrscheinlich aber auch nicht, wenn es Polizei gewesen wäre.
War da nicht immer mal ein Schild?
Ach da...
Auch eher nichtssagend. Um nicht sogar zu sagen: Irreführend.
Das mit den kürzesten Nicht-Radwegen scheint so langsam in Mode zu kommen.
Ab hier dann die Frage: Fußgänger?
Die Triebe der Rosen-Hecke sind nur schwer zu erkennen. Die Kamera kann verschiedene Belichtungen, hat einen Blitz und sogar einen speziellen Nachtmodus zum Aufhellen. Der Radfahrer hat nur das normale Fahrradlicht und das beleuchtet eher nur spärlich den Boden. Es tut echt weh, wenn man so einen Zweig mit Dornen ins Gesicht oder gar ins Auge bekommt.
Aufmerksame Leser werden wissen, was Anfang Dezember immer kommt. Richtig - die Weihnachtsmarktrunde. Und so ist es auch dieses Jahr wieder. Schrödinger lässt grüßen.
Wie toll ist es doch, hier durchzueiern, weil die werten Autofahrer den Unterschied zwischen Radweg und freigegebenen Gehweg nicht verstehen und meinen einen Bildungsauftrag zu besitzen, der es rechtfertigt den Radfahrer auf die 'vorgesehene' Fläche zu drängen.
Und spätestens ab hier hat man dann auch keine Alternative mehr.
Grund zum Ärgern? Ja! Denn wenn an da als Radfahrer von da hinten gefahren kommt, muss man trotzdem damit rechnen, dass die Beifahrertür plötzlich auf geht. Also sinnloserweise abbremsen.
Wohin mit den Fußgängern jetzt? Na wenigstens hat er den Spiegel angeklappt.
Und wieder eine neue Variante.
Der erste Schnee. (Passend zur Radverkehrskonferenz der Grünen, die mehr Radfahrstreifen fordern.) Und man sieht sehr schön, wie hässlich das ganz schnell wird, weil im Gegensatz zur 'richtgen' Fahrbahn der Matsch liegen bleibt. Das ist grundsätzlich sehr unangenehm zu befahren, weil es sehr rutschig ist. Außerdem spritzt der nasse Dreck sonstwohin. Und mit ein wenig Frost wird's zur Eisbahn.
Jetzt ist auch klar, woher die Anforderung an die Breite herkommen. Hatte echt jemand gedacht, es geht um Radfahrer?
Nungut. Geschlossene Schneedecke... Geht ja noch.
Oder?
Na hoppla. Schon fertig mit bauen? (Die Frage war rhetorisch... natürlich nicht.)
Das sah doch kürzlich auch noch anders aus hier.
Na in der Tat.
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Das lässt schlimmes ahnen.
Tags: keine
Da gibt es nun schon kaum Schnee, aber das bisschen schiebt man extra auf den Radweg.
Ob der Spiegel angeklappt ist oder nicht, ist eigentlich egal.
Und schon wieder kein 'Radfahrer frei'.
Welchen tieferen Sinn hat es, dass man hier mittendrin mal 20 m fahren darf?
Das soll wohl echt so sein.
Und hier hat man dann irgendwie zurück auf die Fahrbahn zu gelangen. Einfach nur dreist sowas.
Die tägliche Paketlieferung. Im Doppelpack.
Und auch 3 Minuten später noch... wenn man schon so lange steht, hätte man ja auch mal beiseite fahren können...
Da sind wohl doch zu viele Radfahrer durch gefahren?
Tags: keine
Gab es da nicht mal eine Umleitung?
Ahhh - hier schon. Früher, als alles besser war, stand da auch noch dazu, dass es nur die Annaberger landwärts betrifft.
Na das ist doch mal wieder ein Erlebnis.
Wie soll man das jetzt verstehen? Weiter auf der Fahrbahn? Verkehrszeichen stehen ja gewöhnlich rechts. Oder gibt es hier keinen Gehweg mehr? Aber dann macht ja das dritte Zeichen keinen Sinn.
Und ab hier?
Man versteht ja, dass der Post-Mensch keine 100m laufen will...
...aber 5 wären schon zumutbar, denk ich.
Achtung, jetzt wird's ein wenig intellektuell: Hat Schrödinger in der Stadtverwaltung angeheuert? Oder wie kann ein und die selbe Fußgängerzone gleichzeitig freigegeben und nicht freigegeben sein?
Ahh. Jetzt klärt sich die Zusatztafel von Mai auf. Es war einfach ein Versehen. Es sollte nicht 'in beide Richtungen' sein, sondern 'Radfahrer frei'. Ja das ist natürlich deutlich logischer. Parken frei für Radfahrer auf dem Radweg. Klar doch.
Oh das ist ja durchaus schick, neues Radparken am Bahnhof... Naja, in anderen Städten wäre das wohl mindestens überdacht oder gleich ein Haus mit Service-Station. Aber zumindest ein Anfang.
Wieder ein wenig mehr. Man freut sich schon auf den Herbst. Und sicher wird es toll, wenn dann im Contiloch endlich ein Gebäude steht und hier ordentlich Fußgängerbetrieb ist...
Das ist schon ziemlich ausladend. Immer schön den vollen Bogen fahren...
Dafür wird's zum Ende hin etwas schmal, obwohl echt genug Platz ist.
Auch hier hat man wieder 30m hinzugestückelt.
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Das fällt bei der Verkehrsschau vom PKW aus sicher nicht wirklich auf.
Check. Muss so.
Das gibt's doch gar nicht. Der 'Radweg' ist weg. Sowas.
Nachts sind alle Radständer grau. Besonders dieser hier.
Nur weil's dunkel ist, ist das noch lange kein Radweg mehr.
Na immerhin hat er's versucht.
Der aber nicht.
Und von wegen, es stört niemand.
Was auch immer da der Plan ist.
Radwege zu Lieferzonen!
Bald ist's fertig. Wie üblich wüstes Gestückele. Mal so, mal so.
Tags: keine
Und wo genau ist da jetzt der Radweg?
Und da ist sie, die B-Pflicht. Grandios.
Wohl doch noch nicht fertig? Oder was wird da gebaut?
Und mit dem Beginn des Sch(m)utzstreifchens liegt auch prompt der Dreck.
Und bergab... wohl auch soweit?
Kann nich wahr sein - oder?
Zudem: wie soll man hier links abbiegen? Augen zu und rein in den Verkehr?
Diese Form ist bekannt. Aber das dann noch mitten auf dem Radweg eine Haltestelle (und dazu noch eine gut frequentierte) ist, ist schon irgendwie innovativ.
Ahh auch hier ist das Schild wieder da.
Tags: keine
Bleibt wohl so...
Lieferung.
Zumindest pünktlich zum Ende des Weihnachtsmarktes ist der Spuk vorbei.
Nicht ganz...
Gell, Herr Schrödinger?
Fe_lt da nicht was?
Oh ja!
War wohl ein Jahreswagen... Jahr vorbei, Auto kaputt.
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Was zeigen all diese Bilder:
- Separierte Redverkehrsinfrastruktur (insbesondere Rad-weg-e, Radfahrstreifen und Sch(m)utzstreifen) verhindern sicheres und behinderungsfreies Fahren.
- Die Stadt kann nicht gewährleisten, dass die separierte Infrastruktur hinreichend benutzbar sind.
- Auf separierter Infrastruktur gibt es viele versteckte aber lebensgefährliche Fallen.
Fazit: Benutzungspflicht grundsätzlich aufheben, keine neue Separation anlegen.
Allerdings hat die Stadt Chemnitz genau das Gegenteil vor. Alle Hauptverkehrsstraßen sollen mit Radwegen ausgestattet werden. Besonderen Vorrang habe die Verbindung der Uni-Teile. Begründung der Stadtverwaltung: Besonders Kinder und Rentner fühlen sich auf Radwegen sicher. Dazu stellen sich mir drei Fragen:
- Fahren so viele Kinder und Rentner zwischen den Uni-Teilen hin und her?
- Ist der Stadtverwaltung bewusst, dass Kinder (bis 8) gar nicht auf Radwege dürfen?
- Wurde zur Kenntnis genommen, dass die sächsische Radverkehrskonzeption von 2005 eindeutig die objektive Sicherheit wichtiger wertet als die subjektive (gefühlte) Sicherheit?
Nachdem sich herumgesprochen hat, dass Radwege (auf Gehwegen) keine höhere Sicherheit bringen, will man nun bevorzugt Radfahrstreifen und Sch(m)utzstreifen auf der Fahrbahn abmarkieren.